Hausgeschichte(n)

Visquard - Gestern und heute . . .

. . . eine persönliche geschichtliche Betrachtung unseres Dorfes  von   Klaas Jürrens. 

Geschichte greifbar machen: Mehr als nur Jahreszahlen und Dynastien

Wer kennt es nicht aus dem Geschichtsunterricht: Kaum hat man drei Jahreszahlen gehört oder gelesen, sind die ersten schon wieder vergessen. Und bei den unzähligen Abhandlungen über Herrschaftsdynastien verliert man schnell den Überblick darüber, wer wann wen geheiratet hat und mit wem Krieg führte.

Nicht ohne Grund gehen bei dem Thema Geschichte die Meinungen auseinander. Viele fragen sich: „Was hat das alles mit mir zu tun?“ Doch die Art und Weise, wie wir heute leben, ist eine direkte Fortsetzung des Lebens unserer Vorfahren. Unser Denken, Fühlen und Handeln entspringt dem, was für sie wichtig war. Vom Essen über die Sprache bis zur Musik – all das ist das Resultat jahrtausendealter Entwicklungen. Geschichte hat also sehr viel mit uns zu tun.

Mich fasziniert vor allem die Grundfrage: Was für ein Mensch wäre ich gewesen, wenn ich vor 100, 500 oder 1000 Jahren geboren worden wäre? Wie wäre mein Leben als Visquarder Landarbeiter, Bürger oder Bauer verlaufen? Welche Entscheidungen hätte ich getroffen, in welchem sozialen Stand hätte ich gelebt?

Ich glaube, diese Perspektive geht uns manchmal verloren. Jahreszahlen sind wichtig, aber sie erzählen wenig über die Sorgen, Freuden und den Alltag der Menschen. Sicher, die Entscheidungen von Häuptlingen und Grafen haben die Entwicklung Ostfrieslands geprägt. Aber wie entscheidend war es für die Mehrheit der Bevölkerung wirklich, wer gerade herrschte?

Erst wenn wir das Leben der einfachen Leute betrachten, ihre täglichen Herausforderungen, ihren Umgang mit Krieg und Krankheit und ihren Versuch, ein kleines Stück Glück zu finden, wird Geschichte greifbar. Erst dann verstehen wir, warum wir heute so sind, wie wir sind.

Eine Zeitreise ins Visquard des 19. Jahrhunderts

Auf den Unterseiten werde ich auf Basis der alten Karte von 1875 und historischer Aufzeichnungen versuchen, mehr über die damaligen Bewohner von Visquard herauszufinden, welche Funktion sie in der Dorfgemeinschaft hatten und wie sich die Häuser und ihre Besitzer bis heute entwickelt haben. Wenn man mit der Maus über die markierten Texte fährt, werden detaillierte Informationen eingeblendet, die weitere Einblicke in die Geschichte des Dorfes geben.

Hinweis zur Darstellung:

Die "Mouseover-Funktion" ist für die Desktop-Darstellung optimiert. Für eine eingeschränkte Darstellung auf Mobilgeräten muß die Desktopansicht aktiviert werden (Anleitung siehe unter "Home").

erzählen

Krankheit und Tod

Fast jeder kennt die Häuser in seiner Umgebung und verbindet damit persönliche Erinnerungen. Aber was war "vor unserer Zeit"? Historische, öffentlich zugängliche Aufzeich-nungen, lassen sich wie ein Puzzle zusammenstellen und geben einen Einblick in das Leben der Bewohner, ihre Schicksale, Freud und Leid. 

Wandel durch Emigration

Joint Venture im 19. Jahrhundert

Häuser

Wenn man die Landesstraße L4 zwischen Pewsum und Eilsum verläßt, erreicht man am Ende der Kreisstraße K231 (Dykhuser Straße) nach gut einem Kilometer das Warfendorf Visquard. Aber auch über teilweise marode Wirtschaftswege kann Visquard etwas beschwerlicher von Eilsum, Jennelt, Greetsiel, Manslagt und Pewsum erreicht werden, was aber nur für Fahrradfahrer enpfehlenswert ist. Bei der Ortseinfart bietet sich dann das o.g. Bild. Auf dem historischen Bild (links) ist etwa in der Mitte "Oll Börg (Alte Burg) zu sehen, die 1978 abgerissen wurde,

Eine Dorfansicht früher und heute, in der Zwischenzeit hat sich also sehr viel getan!

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